Im Leserbrief von Mario Cortesi, vom 7. 7. 2015, dankt er seinem Idol Christoph Blocher für das EWR-Nein von 1992. Als strammes SVP-Mitglied muss er das ins Land posaunen, weil Blocher einen Aufruf höchster Dringlichkeit an sein Fussvolk gerichtet hat, sich ins Zeug zu legen für den Wahlerfolg der SVP im Herbst 2015.
Übrigens, der damalige Bundesrat der die Abstimmung 1992 als Trainingslager für den EU-Beitritt erklärt hatte, war SVP Ex-Bundesrat Adolf Ogi, der immer noch SVP-Mitglied ist. ( Warum nicht die ganze Wahrheit? )
Ich persönlich, parteilos, selbst denkend, eng mit dem Wallis verbunden, werde Blocher nie, nie, danke sagen. Jedes Mal, wenn ich nach Zermatt reise, beim Kraftwerk Ackersand vorbeifahre, die berghohe Druckleitung, die schöne Zentrale sehe, kommt mir die Galle hoch.
Im Mai 1999 tauchten an der Generalversammlung der damaligen Alusuisse Lonza Group (Algroup) die Macht-und Geld gierigen Herren Christoff Blocher und Martin Ebner auf. Bereits 1998 besass Ebner bereits 11 Prozent und Blocher 5,6 Prozent der Aktien, Ebner wurde Verwaltungsratspräsident , Blocher Verwaltungsrat. Die Algroup wurde zerlegt, dafür erhielt die Lonza 1,7 Milliarden. Die fettesten Gewinne machten die Grossaktionäre Ebner und Blocher.
In nur achtzehn Monaten hatten die beiden den Alusuisse-Konzern filetiert und die Kassen geplündert. Jetzt konnte verkauft werden.
Skandalöser Ausverkauf der Lonza-Kraftwerke an die
Energie Baden-Würtemberg (EnBW) und die Electricité de France (EdF) für rund 450 Millionen Franken. Die Lonza-Kraftwerke schicken nun Jährlich 25 Millionen Franken Dividende aus dem Wallis nach Deutschland und müssen jedes Jahr für 50 Millionen Franken Strom aus dem Ausland beziehen. Das Lonza Werk in Visp verlor den wichtigen Standortvorteil einer eigenen und kostengünstigen Stromversorgung.
Im Oktober 2000 wurde die Alusuisse Group von der kanadischen Alcan übernommen. Die Hälfte der Stellen gingen verloren.
Mein Taufpate, Götti, war einige Jahrzehnte im Werk Chippis tätig. Insgesamt hatten Blocher und Ebner mit den Alusuisse-Deals gegen eine Milliarde Franken verdient. Ende 2001 trat Christoph Blocher aus dem Lonza-Verwaltungsrat zurück.
Blocher, und der Ausverkauf der Heimat..